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Trainingstipps und Informationen zum Schwimmen

Egal ob zum Training, der Technik, zum Wettkampf oder zum Material, hier bist Du richtig.

 

Techniktraining im Trainingslager

 

 

Effektives Schwimmtraining (Nicht nur für Triathleten):

Grundlagen, Fehleranalyse und Technikeinsatz

 

Allgemeine Aspekte des Schwimmens


Schwimmen stellt aufgrund der hohen Dichte und des Widerstands des Wassers besondere Anforderungen an den Bewegungsapparat. Im Gegensatz zu Sportarten an Land sind hohe Bewegungsgeschwindigkeiten nur durch eine äußerst effiziente Technik oder eine außerordentliche Kraftentwicklung möglich. Da die Maximierung der Kraft nur begrenzt möglich ist, liegt der Fokus im Training darauf, Technikfehler zu eliminieren, da dies eine wesentlich schnellere und nachhaltigere Leistungssteigerung ermöglicht.

Neben der technischen Präzision erfordert das Schwimmen auch ein ausgeprägtes Wassergefühl, das sich durch regelmäßiges Techniktraining verbessert. Die Fähigkeit, den Widerstand des Wassers optimal zu nutzen und unnötige Verwirbelungen zu vermeiden, ist entscheidend für eine ökonomische Fortbewegung. Ferner spielt die Wasserlage eine zentrale Rolle: Eine flache, gestreckte Position minimiert den Wasserwiderstand und sorgt für einen effizienteren Vortrieb.

Ein weiterer allgemeiner Aspekt des Schwimmens ist die Bedeutung der Atmung. Da der Mensch nicht dauerhaft unter Wasser atmen kann, muss der Atemrhythmus präzise in die Bewegung integriert werden. Dies stellt eine der größten Herausforderungen für Anfänger dar, da eine ineffiziente Atmung zu einem unrhythmischen Schwimmstil und einer suboptimalen Sauerstoffversorgung führen kann. Ein gezieltes Atemtraining hilft, diese Problematik zu überwinden.

Auch die koordinativen Anforderungen im Schwimmen sind nicht zu unterschätzen. Anders als bei vielen Landbewegungen, bei denen Bodenreaktionskräfte eine stabilisierende Wirkung haben, muss der Schwimmer seine Balance vollständig durch Eigenstabilisation kontrollieren. Dies erfordert eine präzise Abstimmung von Armzug, Beinschlag und Körperrotation, um ein harmonisches Zusammenspiel der Bewegungen zu gewährleisten. Durch den hohen koordinativen Anspruch wird das Schwimmen auch als besonders anspruchsvolle Ganzkörpersportart betrachtet, die sowohl Kraft, Ausdauer als auch technische Finesse erfordert.


Fehlerkategorien im Schwimmen


Grundsätzlich lassen sich Schwimmfehler in drei Kategorien unterteilen:

  1. Atemfehler – Fehler in der Atemtechnik beeinträchtigen die Sauerstoffversorgung und die Wasserlage.
  2. Lagefehler – Fehler in der Körperposition führen zu erhöhtem Widerstand.
  3. Antriebsfehler: ineffiziente Arm- oder Beinbewegungen reduzieren den Vortrieb.


Die Korrektur dieser Fehler muss individuell erfolgen, in den allermeisten Fällen genau in dieser Reihenfolge. Zunächst sollte analysiert werden, welcher Fehler die größte Reduzierung der Schwimmgeschwindigkeit verursacht. Ein Schwimmer mit Atemproblemen sollte beispielsweise nicht primär an seiner Armzugtechnik arbeiten, da der limitierende Faktor die ineffiziente Atmung bleibt.


Feedback zur Technikoptimierung

Eine objektive Analyse der eigenen Schwimmtechnik ist essenziell. Dies kann durch verschiedene Methoden erfolgen:

  • Selbstanalyse per Videoaufnahme: Oft weicht das eigene Körpergefühl von der tatsächlichen Bewegungsausführung ab. Eine Videoanalyse ermöglicht eine objektive Beurteilung.
  • Coach-Feedback: Ein erfahrener Trainer kann gezielt auf Fehler hinweisen und Korrekturmaßnahmen vorschlagen.
  • Technikanalyse durch Mitathleten: Auch das Feedback von Trainingspartnern kann hilfreich sein.

 

 

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Einsatz technischer Übungen

Nach Identifikation der Hauptfehlerquelle sollten gezielte Technikübungen in das Training integriert werden. Diese sollten nicht mechanisch abgespult, sondern individuell auf den Schwimmer und seine Fehlerstruktur abgestimmt sein. Eine kontinuierliche Technikverbesserung erfordert, dass diese Übungen regelmäßig – idealerweise alle drei bis vier Wochen – evaluiert und angepasst werden.

Der Einfluss von Gadgets im Schwimmtraining

Moderne Technologien bieten vielfältige Möglichkeiten zur Leistungsanalyse, ersetzen jedoch keine saubere Technik. Gadgets können verschiedene Parameter erfassen, darunter:

  • Zugweg
  • Zugfrequenz
  • Rotationsbewegungen
  • Geschwindigkeit


Jedoch verbessern sie nicht die Technik an sich. Daher sollten sie primär zur Trainingsanalyse eingesetzt werden, nicht zur Technikschulung. Besonders vorteilhaft sind Schwimmuhren oder moderne Schwimmbrillen mit Live-Displays, die Echtzeitdaten liefern und unmittelbare Anpassungen der Technik ermöglichen.

 

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Training mit unterstützenden Hilfsmitteln

Neben digitalen Gadgets gibt es klassische Schwimmhilfen, die gezielt für bestimmte Trainingsaspekte genutzt werden sollten

 

 

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  1. Flossen: Fördern die Wasserlage, erhöhen die Geschwindigkeit und ermöglichen eine bessere Fokussierung auf die Armbewegungen. Sie sollten nicht zum Krafttraining verwendet werden, da sie die eigentliche Antriebskraft der Arme verringern.
  2. Fingerpaddles: Unterstützen das Wassergefühl und helfen bei der Verbesserung des Armzugs. Insbesondere große Paddles können jedoch hohe Belastungen auf die Schultern erzeugen und sollten daher nicht zu groß gewählt werden.
  3. Schnorchel: Erleichtern das Techniktraining, da die Atmung als limitierender Faktor entfällt. Zudem ermöglichen sie spezifische Atemübungen.
  4. Pullbuoy: Besonders für Triathleten vorteilhaft, da sie die Wasserlage optimieren und Energieeinsparungen simulieren, die durch den Neoprenanzug im Wettkampf entstehen.
  5. Widerstandshilfen (z. B. Fallschirm oder Gummiseil): Dienen dem gezielten Aufbau von Kraft und Widerstandsfähigkeit. Diese Methoden sollten allerdings nur von fortgeschrittenen Schwimmern genutzt werden, um negative Trainingseffekte zu vermeiden.

 

 

Fazit: 

Effektives Schwimmtraining basiert auf einer Kombination aus individueller Fehleranalyse, gezielten Technikübungen und dem gezielten Einsatz von Hilfsmitteln. Ein strukturierter Trainingsaufbau, regelmäßiges Feedback sowie eine kontinuierliche Anpassung der Trainingsmethoden und ein guter Trainingsplan sind entscheidend für nachhaltige Fortschritte im Wasser.

 

 

 

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