Kopfbeleuchtung - Kopflicht Tikka XP von Petzl

Leuchmodi und Verstellmöglichkeiten

Die Lampe verfügt über drei eingebaute LED Lampen, eine weiße Power-LED, eine normale LED und eine rote LED. Durch die 3-stufige Anwählbarkeit der Lichtstärke kann diese den jeweiligen Gegebenheiten optimal angepasst werden. Die weiße LED erzeugt in der Leuchtvariante "Maximal" laut Herstellerangaben eine Leuchtstärke von 180 Lumen bei einer Leuchtweite von bis zu 75 Metern. In der 2 Stufe, der Leuchtvariante "Nahbereich" soll die Leuchtdauer bei 40 Lumen 8Stunden erreichen. In der Leuchtstufe 3 "schnelle Fortbewegung" Stufe wird die Leuchtstärke mit 120 Lumen angegeben, hier ist die Ausleuchtung einfach nur genial und überdurchschnittlich, die Leuchtdauer wird von Pezzl hier mit 2 Stunden angegeben. In der Praxis bedeutet dies, eine sehr gute Ausleuchtung des Weges in ca.10 m. Bis 20 – 30m können durchaus noch gute Leuchtergebnisse erzielt werden. Die „Katzenaugen" der Straßenbegrenzungspfeiler reflektieren das Licht auch aus einer Entfernung von 200m zurück, in größerer Entfernung wird die Ausleuchtung schwächer. Damit bietet das Kopflicht von Tikka für alle möglichen Bedingungen die optimale Beleuchtung, egal ob bei Regen oder trockenem Wetter. Man kann sich gut orientieren, erkennt Löcher, Pfützen und sonstige Hindernisse frühzeitig.

Frontalansicht Tikka XP

Power LED (links) - LED - mit Streulinse für Nahbereich (Mitte) - rote LED (rechts)


Frontalansicht Tikka XP

Die Verstellung der Leuchtmodi ist mühelos durch Drücken des auch mit Handschuhen leicht zu bedienenden Schaltknopfes oberhalb der Lampe möglich. 

Die Entfernung des Lichtkegels von der sich bewegenden Person ist 5-fach im Winkel einstellbar.
Damit ist es möglich den Lichtkegel auf jede optimale Entfernung und Situation einzustellen, ohne die Lampe auf dem Kopf hin und her schieben zu müssen.


Verstellmöglichkeit des Lampenaufsatze im Halter

Eine Möglichkeit den Fokus des Leuchtstrahles zu ändern, wird meiner Meinung nach nicht benötigt. Eine Art Streuung gibt es in der ersten und zweiten Stufe, hier ist der Anteil des Lichtes der kleinen mittleren LED höher sehr hoch. Diese LED leuchtet ohne direkten Fokus in allen Stufen mit. In der zweiten und dritten Stufe wird der Anteil des Lichtes hauptsächlich durch die große und stark fokussierte LED erbracht. Diese besitzt einen zentralen Lichtkegel, um eine gute Ausleuchtung der weiteren Umgebung zu gewährleisten.
Einzig im Boostmodus erlicht die mittlere LED.

Die "alte" Tikka XP2 besitzt eine Streulinse, die mit einem funktionellem Öffnungs-/Schließmechanismus über die Haupt-LED geschoben wird. Hierdurch wird es dem Anwender ermöglicht, den fokussierten Lichtkegel für den Fern- , Normal- oder Nahbereich zu streuen. Dies geschieht spürbar, geht aber auf Kosten der Leuchtkraft, der Lichtkegel wird merklich schwächer.


Dadurch ist es, wie bei der Tikka XP auch, ohne Anstrengung möglich entspannt im Dunkeln zu lesen.
Die rote LED kann als Hilfsbeleuchtung zur Erhaltung der Dunkeladaptation des Auges oder als Blinklicht zur Erhöhung der Sicherheit z.B. in der Stadt dienen. Beide LED (rot & weiß) können sinnvollerweise nur einzeln leuchten.
Außerdem gibt es die Möglichkeit auch das weise Licht im Blickmodus zu aktivieren.

Wie bereits erwähnt erfolgt die Anwahl des entsprechenden Leuchtmodus durch Drücken robusten Tasters auf der Oberseite der Lampe. Langes Drücken wechselt die Farbe, kurzes Drücken wechselt die Leuchtstärke bzw. in den Blickmodus. Nach langer Benutzung in einem Modus, z.B. nach dem Laufen, wird die Lampe durch kurzes Drücken direkt ausgeschaltet, hier muss sinnvollerweise nicht lange durch alle möglichen Leuchtmodi gedrückt werden.

Der Boostmodus der Tikka ist aus jedem weisen Leuchtmodus zu erreichen, indem man den Knopf 2-mal kurz drückt.
Da dieser Modus sehr viel Energie benötigt, geht die Lampe nach 10 Sekunden automatisch wieder in den vorherigen Leuchtmodus zurück.

Dies steht im Übrigen nicht in der minimal gehaltenen Bedienungsanleitung und war erst durch Nachfrage bei Petzl herauszufinden.

​Schaltknopf - Leuchtmodus Nahbereich (nur mittlere LED) - Leuchtmodus 2/3 beide LED - Rote LED

Der bei der XP vorhandene CONSTANT LIGHTING Technologie soll dafür sorgen, dass die Leuchtstärke unabhängig von der Benutzungsdauer (Ladezustand der Batterie) immer konstant bleibt, dies funktioniert meines Erachtens sehr gut, schwächer werdendes Licht ist nur kurz vor Umschalten in nächstschwächeren Modus zu erkennen.

Eine Anzeige der niedrigen Batteriespannung erfolgt bei der Tikka XP durch mehrfaches Blinken des eingeschalteten Lichtes, bei weiterer Nutzung und nachlassender Batterie schaltet die Lampe (nach kurzem nachlassendem Licht) in den nächstschwächeren Leuchtmodus. Bei der Tikka XP2 blinkt die Batterieladeanzeige rot und weist auf das nötige Austauschen der Batterien hin. Hierbei wird die Leuchtstärke allerdings schwächer, ein umschalten erfolgt nicht.

Durch das angenehme und gut verstellbare elastische Halteband ist die Lampe auf alle erdenklichen Kopfgrößen einzustellen. Kindergrößen sind ebendso kein Problem, wie das Überziehen über einen Fahrradhelm. Die Verstellung der Weite des Kopfbandes geht bei der XP noch einmal leichter als bei der XP2. Beide Lampen sitzen zudem fest und rutschfrei.
Ein interessantes Zusatzfeature bot hier die Tikka XP2, diese hatte im Verstellmechanismus des Kopfbandes eine Notpfeife eingebaut, auf welcher der Signalcode für SOS abgebildet ist. Des Weiteren war das Band durch eine Art Klippsystem zu öffnen, dies kann sehr hilfreich sein, wenn man die Lampe beim Klettern wirklich fest an einem Helm befestigen muß.

Wenn nach einer gewissen Zeit die Batterien gewechselt werden müssen, ist das Batteriefach problemlos durch Drücken des Klipses zu öffnen, danach sind die drei AAA Batterien leicht zu ersetzen, damit die Polung nicht verwechselt sind diese ausreichend gekennzeichnet.

Haltbarkeit der Batterien

In der Haltbarkeit der Batterien unterscheiden sich die beiden Lampen erheblich, je nach verwendeter Leuchtstärke ist die Leuchtdauer der Tikka XP im Vergleich zu Tikka XP2 erheblich verkürzt. Hier muss jeder für sich wählen, ob er mehr Wert auf absolute Helligkeit, wie in Stufe 3 für „Schnelle Fortbewegung" mit 120lm oder eher etwas „gedämpft" und dafür länger unterwegs sein will. 

Stufe 1 - Umgebung 5 lm - 100h (kein eigener Test)
Stufe 2 - Nahbereich 40 lm - 8h (eigener Test ca. 48 h)
Stufe 3 - Schnelle Fortbewegung 120lm 2h (eigener Test 4:20h)
Boost 180 lm - 10sek (danach selbstständiges zurückschalten in vorherigen Modus)


XP 2
Stufe 1 - 20 lm Ökomodus - 190 h (kein eigener Test)
Stufe 2 - 54 lm - keine Angaben (kein eigener Test)
Stufe 3 -  80 lm -  70h (eigener Test, nach 30h kein realistisches Leuchten mehr, die vorhanden Ladeanzeige leuchtete)


Ich habe bei meinen Praxistest hauptsächlich die Stufe 3 mit 120 Lumen verwendet. Hier ist die Ausleuchtung wirklich immer im Übermaß vorhanden und die ermittelte Leuchtdauer übertraf die Herstellerangaben immer im ein Vielfaches. Selbst bei kaltem Wetter leuchtete die Lampe mit wiederaufladbaren Akkus immer mehr als 3 Stunden, bei Zimmertemperaturen mit NichtAkkus wurden sogar 4:20h bis zum Umschalten in den niedrigeren Leuchtmodus erreicht.

Beim Test der Leuchtdauer sind verschiedene Einflüsse auf das Meßergebnis nicht auszuschließen. Mit Sicherheit ist eine Dauernutzung über 48h in der Praxis selten (man kann ja durchaus in Höhlen Klettern :-) ) gegeben, hierbei können sich die Beterien erholen und in der Praxis ein besseres Ergebnis erziehlt werden.

Durch den Einsatz der 3 AAA Batterien oder entsprechenden Akkus sind beide Lampen im „Unterhalt" recht preiswert und günstig zu nutzen. Wer den Neueinsatz oder das Aufladen der Batterien nicht mag, für den gibt es die Tikka XP auch in der Version Tikka RXP. Hier kann die Aufladung über ein USB Kabel erfolgen, die Leuchtkraft ist noch einmal etwas stärker. Zusätzlich kann die Leuchtstufenstärke über den PC über Profile verändert werden. Auch für die Tikka XP 2 gibt es ein über USB wieder aufladbares Akku. Das Gesamtgewicht von 85 Gramm (Tikka XP) und 88 Gramm (Tikka XP2) ist niedrig und man spürt das Tragen der Beleuchtung kaum. Für beide Lampen gibt es einen Adapter, mit dem die Lampe z.B. am Fahrradhelm befestigt werden kann. Einen gewissen Schutz gegen Regen bieten beide Lampen, sie sind Spritzwassergeschütz nach dem IP X4 Standard. In der Realität, bin ich aber mit beiden Lampen auch bei strömendem Regen gelaufen und es ist keinerlei Wasser eingetreten oder die Funktion wurde beeinträchtigt.


Fazit

​Beide Lampen sind robuste und zuverlässige Kopflampen, die auch unter Belastung lange und ausreichend hell leuchteten. Das Vorgängermodel XP2 ist zwar mit einer etwas schwächeren Leuchtkraft nicht ganz so stark wie die XP. Sie übertrifft die neuere Version jedoch in der Akkulaufzeit um Einiges.
Die Leuchtkraft ist hier mit 80 Lumen in der maximalen Stufe immer noch ausreichend und höher als die Stufe 2 der Tikka XP, um genügend Ausleuchtung des Weges zu erhalten. Lediglich beim Radfahren oder schnellen Fortbewegen auf Ski oder Inlineskates würde ich der stärkeren Pezzi XP Lampe eine klare Empfehlung aussprechen.

Generell ist die Pezzi Tikka XP die hellere Lampe, die mit einer kürzeren Akkulaufzeit einhergeht
Wer sich hier für eine der beiden Lampe entscheiden will, muss sich für mehr Leuchtkraft oder längere Ladeintervalle entscheiden. Für mich ist das Wiederaufladen kein Problem und ich würde immer  mit der etwas helleren Lampe unterwegs sein.

Die Tikka XP kann je nach Farbvariante im Internet für etwa 30,00 – 40,00 € erworben werden.
Die Tikka XP 2 ist im Moment in diversen Shops noch als Auslaufmodel für ca. 30,00 € zu erwerben.

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Produktest - Ein neuer Bereich auf der Webseite.
Projekt 365 (+1) - das war das Laufjahr 2015
 

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